Seminare zum Klimawandel

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1.) W-Seminar 2021:

Darstellung des Klimawandels in der Öffentlichkeit

Inhaltlich sind die Themen bereits vielfach im Internet vorhanden und auch schon passend ausgearbeitet. Sie zu finden und mit Quellen zu belegen ist einfach. Auch auf Klimaskeptiker stößt man leicht. Interessant ist dann, die Beiträge öffentlichkeitswirksam darzustellen: Auf Plakatständern, in einer Diskussion, als Angebot für Vertretungsstunden in der Mittelstufe, als kurzer Sketch über ein Einzelthema, als inszeniertes Streitgespräch in der Straßenbahn - noch weitere Ideen?

Wer sich nicht durch eine theoretische Arbeit mühen will, die dann in der Schublade verschwindet, sondern etwas bewirken will, ist hier richtig. Damit dem Anspruch genüge getan ist, stellen wir neben den hier recht einfach zu verfassenden wissenschaftlicheren Teil noch einen Abschnitt, wie die Präsentation inhaltlich gelaufen ist. Naja, wer stattdessen doch gerne eine theoretische Arbeit will, für den findet sich auch ein Thema :-)

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2.) P-Seminar 2021:

Ausstellung zum Klimawandel

Wer will kreativ sein, gemeinsam etwas basteln, bauen, ausprobieren? Und dabei helfen, die Welt zu retten?

Stellen wir eine Ausstellung zusammen! Vielleicht ähnlich wie diese hier bei www.physik.de.rs? Erst sammeln wir im Team die Ideen, da helfe ich natürlich auch mit, und dann setzen Kleingruppen ihr Lieblingsexponat um. Je nach Interesse, Fähigkeiten und Umsetzung kann das aus Holz sein, muss es aber nicht. Lieber mit dem Lasercutter, als 3D-Druck oder aus Pappe? Oder nach einer anderen Idee?

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3.) Kurze Einführung:

Wo liegt das Problem?

Der zunehmende Treibhauseffekt heizt die Erde auf. In der Wissenschaft herrscht überwältigender Konsens, dass anthropogene Gase dafür verantwortlich sind. Dagegen bloß ein „glaub ich aber nicht, war früher auch nicht so“ zu setzen wäre schwach!

Der Klimawandel ist eine unbestreitbare Tatsache.

Rechts sind die gemittelten Temperaturen seit 1880 als „Warming Stripes“ dargestellt. Wer sieht nicht, wo die heißesten Jahre liegen?

Kippelemente entwickeln eine nicht mehr umkehrbare Eigendynamik, wenn sie ausgelöst werden: Die Erwärmung setzt einen Prozess in Gang, der zu weiterer Erwärmung führt. Eine Kaskade von Kippelementen führt zur Katastrophe.

Ein bekanntes Beispiel für einen solchen Teufelskreis:

Die Eiskappe auf dem Nordpolarmeer reflektiert das Sonnenlicht. Ist sie kleiner, so verliert sich mehr Sonnenenergie in den Tiefen des Meeres und heizt das Wasser auf. Im wärmeren Wasser schmilzt mehr Eis. Der Effekt verstärkt sich selbst.

Oder: Wenn die Wälder in Hitze und Trockenheit zu Savannen werden, nehmen sie kein CO2 mehr auf, sondern geben es ab. Die riesigen Waldbrände in drei Kontinenten waren 2019 eine Warnung.

Entscheidend ist, wie viel CO2 aus fossilen Quellen seit Beginn der Industrialisierung ausgestoßen wird:

Wollen wir das 1,5 °C-Ziel bis 2100 noch erreichen, so verbleibt uns ein Rest von 600 Gt CO2 (Stand 2016). Dann wird zusammen mit weiteren Maßnahmen die Katastrophe wohl noch zu verhindern sein. Bei 800 Gt wird sich die Temperatur bis dahin um 2,0 °C erhöhen. Ob sich die Kaskade der Kippelemente dann noch aufhalten lässt, ist ungewiss.

Jedes Jahr blasen wir über 40 Gt CO2 in die Atmo-sphäre. Die Graphik zeigt: Je später wir reagieren, desto schärfer müssen wir auf Null bremsen.

Wie üblich entwickelt sich auch der Zustand des Erdklimasystems in einer (lokalen) Potentialmulde. Je tiefer sie ist, desto stabiler ist das System. Dieses Potential ist auch abhängig von der CO2-Konzentration in der Atmosphäre; wir können es, und damit die Bahn, beeinflussen.

Ob es gelingt, unser Klima vor dem Absturz in die Heißzeit zu bewahren? Oder beschleunigen wir ihn sogar?

Die Graphik „Vollbremsung fürs Klima“ zeigt: Wir haben nur noch wenige Jahre. Die dunkelblaue Kurve wird wirtschaftlich jedenfalls nicht zu schaffen sein.